Pieces of April – Ein Tag mit April Burns

März 11, 2004 Aus Von Stefko

pieces_april.jpgDie Geschichte ist schnell erzählt, die etwas chaotische April (Katie Holmes) beginnt in ihrem New Yorker Apartment mit der Zubereitung eines Thanks-Giving-Truthans, während sich zeitgleich ihre Familie aufmacht sie zu besuchen. Und doch erzählt dieser Film weit mehr.
Er schildert die Geschichte einer Annäherung, welche sich in Form der Autoreise der Familie durch den ganzen Film zieht. Vor allem die Annäherung der Mutter (Patricia Clarkson) und April.
Eigentlich ist es schon zu Beginn des Filmes klar, daß die krebskranke Joy es sich nicht nehmen lassen wird, ein evtl. letztes Mal ihre Tochter zu sehen und trotzdem bekommen während des Filmes sowohl Joy, als auch der Zuschauer Zweifel über den Ausgang der Reise.
Sowohl für die Familie im Auto, als auch für April ist dieser Tag eine Odysee, welche jeweils hinreisend komisch erzählt wird, ohne jemals überladen oder platt zu wirken. Es werden Eichhörnchen beerdigt, Truthähne gekidnappt und Verhandlungen geführt und zwischen diesen komischen Elementen ist immer wieder Platz, in denen Regisseur und Drehbuchautor Peter Hedges es schafft seine Familiengeschichte ohne falsche Sentimentalität zu entwickeln. Trotz ihrer Marotten und Ausraster bleiben April und Joy in ihrem Handeln immer nachvollziehbar und mit jedem Hindernis, das beide unterwegs überwinden müssen, wird deutlich, wie ähnlich sie sich doch im Grunde sind.
Und wenn ganz zum Schluß nebst Aprils Familie auch noch sämtliche Nachbarn an einer Tafel zusammen kommen, fühlt man sich auch nicht genötigt, seine eigene Verwandtschaft bedingungslos zu lieben, nur weil gerade Nationalfeiertag ist. Aber man überlegt sich, es wenigstens zu probieren.

Pieces of April USA 2003. R,B: Peter Hedges. K: Tami Reiker. S: Mark Livolsi. M: Stephin Merritt. P: InDigEnt / Kalkaska. D: Katie Holmes, Patricia Clarkson, Derek Luke, Alison Pill u.a. 80 Min.

Unbedingt anschauen!
Tschööö,
Stefko