Russ Meyer ist tot

September 23, 2004 Aus Von Stefko

russ_meyer.jpgIhm stand stets der Sinn nach Großem. Der Schöpfer von Softcore-Filmen wie „Die Satansweiber von Tittfield“ und „Im tiefen Tal der Superhexen“ hat einmal selbst bekannt: „Wenn ich mich nicht so sehr für Busen interessiert hätte, hätte aus mir vielleicht ein großer Filmemacher werden können.“ Wie erst jetzt bekannt wurde, ist der Filmregisseur und Produzent Russ Meyer bereits am Samstag 82-jährig an den Folgen einer Lungenentzündung gestorben.
Meyers berühmteste Filme wie „Mudhoney“, „Motorpsycho“, „Faster, Pussycat! Kill! Kill!“ (alle 1965) und natürlich die „Vixen“-Reihe (u.a. „Vixen!“ (1968), „Megavixens“ (1970)), galten in den sechziger Jahren als pornografisch. Erst heute werden sie als Filmkunst und wichtiger Teil der Kinogeschichte entsprechend gewürdigt. Höhepunkt der Anerkennung unter Cineasten war 1983 die Retrospektive von Meyer-Produktionen im Heiligen Gral der Leinwandkultur, der Pariser Cinémathèque.
Seine filmischen Vorlagen hatten auch diverse Rockgruppen – Mudhoney, Vixen und Faster Pussycat – bei der Namensgebung aufgegriffen. Meyers Verdienste um die Oberweite werden unvergesslich bleiben.
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