Macht ein Kreuz in den Kalender

Februar 18, 2008 Aus Von Stefko

Der Stefko lobt die FAZ!!!
Dort analysiert Peter Heß den Erfolg und die Spielkultur des KSC und warnt dessen Spieler, dieses Biotop zu verlassen:

Kollektiv voller eigenmotivierter, gut ausgebildeter Profis

Was stellt den KSC Jahrgang 2007/08 nun über jeden Aufsteiger der vergangenen zehn Jahre? Was macht ihn zu einer Mannschaft, die in der Lage ist, Leverkusen nach einem 0:2 niederzuspielen anstatt niederzuringen, was befähigt ihn, Spieltag für Spieltag zumindest gehobene Bundesligaklasse zu bieten? Die Antwort lässt sich nicht in einen Satz pressen. Aber der entscheidende Punkt ist, dass Trainer Edmund Becker eine Vielzahl von Spielern gefunden oder entwickelt hat, die bereit sind, Initiative zu ergreifen und Verantwortung zu übernehmen. Die absolute Abwesenheit von Alibifußball zeichnet den KSC aus. In vielen Bundesligateams gehen die Kombinationen von zwei, drei Spielern aus, die zwei drei weitere einsetzen. Die anderen sind Räumezusteller, Balleroberer, Ballträger. Beim KSC versetzt sich fast jeder in die Lage des ballführenden Kollegen. Es wäre falsch, den Aufschwung der Karlsruher an einer Einzelperson festzumachen, höchstens an Becker. Das Geheimnis ihres Erfolges ist das starke Kollektiv voller eigenmotivierter, gut ausgebildeter, aber individuell keineswegs überragender Profis. Die Konkurrenz ist auf den Aufsteiger des Jahrzehnts längst aufmerksam geworden und lockt die Emporkömmlinge mit lukrativen Angeboten. Aber ob die KSC-Helden als Einzeltäter für ihre neuen Vereine genauso wertvoll sein werden wie in ihrem gewohnten Verbund, dahinter darf zumindest ein Fragezeichen gesetzt werden.

[via: indirekter-freistoss.de]