Archiv für die Kategorie: “Kino und TV”

Heidenei, sie kocht mal wieder, die Volksseele. 14 Tote (in Worten vierzehn) in einem Tatort und das Dummvolk dreht mal wieder hohl – allen voran natürlich das Zentralorgan der organisierten Verblödung, die Bildzeitung. Dicht gefolgt von einer Figur, die durchaus in der gleichen Liga kickt – Peter Gauweiler. Da ist die Rede von “Skandal”, “einem schleichenden Prozess der zunehmenden Gewaltdarstellung” blafassel, blafassel … es werden “Experten” wie Horst “Derrick” Tappert oder Jan Josef Liefers zitiert…
So eine Diskussion hätte ich heute wirklich nicht mehr für möglich gehalten, aber sie offenbart einmal mehr die hier vorherrschende Doppelmoral. In jedem durchschnittlichen Ami-Actionstreifen springen wahrscheinlich fünf mal soviele über die Klinge, aber solange das alles eben mit der entsprechenden Portion Action verpackt ist – soviel, daß auch der dümmste Couchpotatoe durchschaut, daß es sich hierbei um einen Film handelt, ist die Fernsehwelt in Ordnung. Aber in einer gut teutschen Institution wie dem Tatort, gehört sich sowas einfach nicht, Pfui. Und wenn der dann auch noch mit Themen wie Kindesmissbrauch und Satanismus daher kommt, dann ist gleich wieder die Rede vom “guten Geschmack”.
Ich habe den Bremer Tatort “Abschaum” gestern gesehen und fand ihn (ohne der große Tatort-Experte zu sein) spannend und packend. Es war harter Stoff, keine Frage. Das lag aber nicht an den zehn Satanisten, die in den letzten fünf Minuten zu ihrem Meister geschickt wurden, sondern an der Gesamtthematik – Missbrauch, Satanismus, wütender Mob gegenüber Behinderten-Wohneinrichtung… Hier wurde gewagt ein heißes Eisen anzupacken und allein deswegen hat es dieser Tatort nicht verdient von sogennaten Zensoren Medienwächtern auf eine einzige Zahl reduziert zu werden.
Ganz abgesehen davon, daß der Fernsehfilm beim Publikum zwar auf gemischte, aber wohl zum großen Teil positive Resonanz stieß.
Vielleicht ist das Fernsehvolk doch nicht so doof, wie manche es gerne hätten…
[mehr: Spiegel Online]
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montypython.jpgAls Reaktion auf Mel Gibsons blutiges Religionsdrama “Die Passion Christi” will Rainbow Media, der britische Vertrieb, dem die Rechte an “Das Leben des Brian” gehören, den Film jetzt erneut in amerikanische Kinos bringen. Als “Gegengift gegen all die Hysterie um Mels Film”, wie Rainbow-Präsident Henry Jaglom der BBC sagte.
Die noch lebenden Mitglieder der Komikertruppe hätten sich mit der Wiederbelebung zum 25.Geburtstag des Films einverstanden erklärt, sagte Jaglom. Auch zu Promotion-Arbeit für den Neustart seien die englischen Spaßmacher bereit. Alle seien der Meinung, dass “jetzt ein guter Zeitpunkt dafür ist”, so Jaglom gegenüber der BBC.
Die Werbung für den Film wird direkt auf Gibsons Jesus-Film Bezug nehmen, mit Werbezeilen wie “Mel oder Monty?” und “Passion oder Python?”. Trailer für den Film sollen bald wieder in US-Kinos zu sehen sein – ab Karfreitag.
[mehr: Spiegel Onlene]

Hey, warum nur bei den doofen Amis? Die blicken’s doch eh wieder nicht… Ich will den auch mal wieder im Kino sehen.
Bis dahin nehme ich einen spitzen Stein und ein Beutelchen Kies,
Stefko ;-)
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pieces_april.jpgDie Geschichte ist schnell erzählt, die etwas chaotische April (Katie Holmes) beginnt in ihrem New Yorker Apartment mit der Zubereitung eines Thanks-Giving-Truthans, während sich zeitgleich ihre Familie aufmacht sie zu besuchen. Und doch erzählt dieser Film weit mehr.
Er schildert die Geschichte einer Annäherung, welche sich in Form der Autoreise der Familie durch den ganzen Film zieht. Vor allem die Annäherung der Mutter (Patricia Clarkson) und April.
Eigentlich ist es schon zu Beginn des Filmes klar, daß die krebskranke Joy es sich nicht nehmen lassen wird, ein evtl. letztes Mal ihre Tochter zu sehen und trotzdem bekommen während des Filmes sowohl Joy, als auch der Zuschauer Zweifel über den Ausgang der Reise.
Sowohl für die Familie im Auto, als auch für April ist dieser Tag eine Odysee, welche jeweils hinreisend komisch erzählt wird, ohne jemals überladen oder platt zu wirken. Es werden Eichhörnchen beerdigt, Truthähne gekidnappt und Verhandlungen geführt und zwischen diesen komischen Elementen ist immer wieder Platz, in denen Regisseur und Drehbuchautor Peter Hedges es schafft seine Familiengeschichte ohne falsche Sentimentalität zu entwickeln. Trotz ihrer Marotten und Ausraster bleiben April und Joy in ihrem Handeln immer nachvollziehbar und mit jedem Hindernis, das beide unterwegs überwinden müssen, wird deutlich, wie ähnlich sie sich doch im Grunde sind.
Und wenn ganz zum Schluß nebst Aprils Familie auch noch sämtliche Nachbarn an einer Tafel zusammen kommen, fühlt man sich auch nicht genötigt, seine eigene Verwandtschaft bedingungslos zu lieben, nur weil gerade Nationalfeiertag ist. Aber man überlegt sich, es wenigstens zu probieren.

Pieces of April USA 2003. R,B: Peter Hedges. K: Tami Reiker. S: Mark Livolsi. M: Stephin Merritt. P: InDigEnt / Kalkaska. D: Katie Holmes, Patricia Clarkson, Derek Luke, Alison Pill u.a. 80 Min.

Unbedingt anschauen!
Tschööö,
Stefko
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“The Lord of the Rings: The Return of the King” hat die Oscar-Juroren verzaubert. Bei der 76. Verleihung der Filmpreise hat der letzte Teil der Tolkien-Trilogie alle elf Trophäen gewonnen, für die er nominiert war.
Der “Herr der Ringe” räumte neben den Hauptpreisen Film und Regie zum dritten Mal in Folge in der Kategorie Spezialeffekte ab. Außerdem gab es Oscars für Ausstattung, Kostüme, Make-up, Ton, Filmmusik, den besten Song, den besten Schnitt und das beste adaptierte Drehbuch.
[Quelle: SF DRS News]

Und wer bekam welchen Preis? Guckst Du hier!
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“The Lord of the Rings: The Return of the King” hat die Oscar-Juroren verzaubert. Bei der 76. Verleihung der Filmpreise hat der letzte Teil der Tolkien-Trilogie alle elf Trophäen gewonnen, für die er nominiert war.
Der “Herr der Ringe” räumte neben den Hauptpreisen Film und Regie zum dritten Mal in Folge in der Kategorie Spezialeffekte ab. Außerdem gab es Oscars für Ausstattung, Kostüme, Make-up, Ton, Filmmusik, den besten Song, den besten Schnitt und das beste adaptierte Drehbuch.
[Quelle: SF DRS News]

Und wer bekam welchen Preis? Guckst Du hier!
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Daniel Küblböcks Rendezvous mit dem Gurkenlaster kam keineswegs überraschend, erläutert der Showmaster und Gelegenheitspsychologe Thomas Gottschalk.
“Für Kenner der Szene war es nur eine Frage der Zeit, bis Daniel mit einem Gurkenlaster zusammenstößt”, sagte Gottschalk jetzt der “Bild”. Und außerdem: “Der Junge ist einfach auf Kollisionskurs.”
[mehr bei: Spiegel Online]

Tschööö,
Stefko ;-)
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herr_lehmann.jpgGestern war ich in der Schauburg “Herr Lehmann” gucken. Was soll ich sagen? Es gab nicht einmal Becks! Das gibt’s doch nicht. Denkt denn da keiner mehr mit? ;-)
Ansonsten fand ich den Film sehr gut. Ich hatte vor einiger Zeit schon das Buch von Sven Regener gelesen und hatte dadurch wie immer einige Bedenken – ein Film kann eh nie mit einem Buch mithalten usw. usf.
Doch kann er, hat mich wirklich überzeugt. Ist wirklich eine liebevoll gemachte Milieustudie der Berliner Szene vor der Wende. Und Detlev Buck als “(Super-)Karl” ist einfach unschlagbar :-) sogar Christian Ulmen, der mich bei MTV immer nur zum Abschalten brachte, fand ich in der Rolle des Herrn Lehmann bombig.
Viele werden den Film eh schon gesehen haben, dem Rest sei empfohlen; reingehen (Becks mitnehmen)!!! Und allen zusammen – Buch lesen!

Tschööö,
Stefko
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bill_murray.jpgBill Murray, Golden-Globe-Gewinner und für den Oscar nominierter Hauptdarsteller des Films »Lost in Translation« gilt als brillianter Komiker. Deshalb dachten auch alle, seine Sprüche während der Golden-Globe-Dankesrede seien ein Witz gewesen. Damals hatte Murray erzählt, von ihm sei nichts mehr zu erwarten, denn er hätte gerade erst seinen Agenten gefeuert, und außerdem habe sich sein Fitnesstrainer umgebracht. Wochen später stellt sich nun heraus, der traurige Komiker hat tatsächlich die Wahrheit gesagt.

Tschööö,
Stefko :-/
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deep_blue_klein.jpgKürzlich hatte ich hier schon den Film Deep Blue vorgestellt und gestern war ich dann endlich im Kino und konnte mich selbst von dem Film überzeugen.
Vorneweg gesagt, er ist einfach beeindruckend. Während der eineinhalb Stunden sieht man Aufnahmen, welche man so nicht für möglich hielt. Als Zuschauer befindet man sich plötzlich mit Delphinen und Haien auf der Jagd inmmitten eines rießigen Sardinenschwarms, “taucht” kurz darauf wieder mit Pinguinen in einem irrwitzigen Tempo durch die Antarktische See und bekommt dann die umwerfende Flora und Fauna der tropischen Korallenmeere gezeigt.

Unglaublich schöne Bilder, welche keiner der das Meer liebt, verpassen sollte darf.

Und doch gibt es für mich zwei große Kritikpunkte.
Der Erste bezieht sich auf die Information, welche vermittelt wird – diese war mir einfach zu wenig. Es gibt zwar einen Sprecher, aber dieser beschränkt sich lediglich auf das Allernötigste, bzw. (mein persönlicher Eindruck) oftmals Unnötiges. Ich lege auch keinen Wert auf eine dauerplappernde Hintergrundbeschallung, und doch hätte ich mir viel mehr Hintergrundinformation gewünscht – was ist das für eine Hai-, Delphin- oder Rochenart, wo wurden diese Aufnahmen gedreht usw. Wobei ich für mich noch in Anspruch nehme – dadurch, daß ich tauche – die eine oder andere Spezies zumindest aus Bücher und Fotos zu kennen. Kurz gesagt, hätte ich mir einen Film gewünscht, der nicht nur das Auge anspricht, sondern nach dessem Ende man das Kino verlässt und den Eindruck hat, zumindest ein klein wenig mehr über den wohl faszinierendsten Lebensraum unseres Planeten gelernt zu haben.

Damit hängt auch direkt mein zweiter Kritikpunkt zusammen. Für viele Kinobesucher dürfte wohl die eindrucksvollste Sequenz des Filmes jene sein, in der die (insgesamt) sechsstündige, tödliche Jagd von Schwertwalen auf ein Grauwal-Kalb gezeigt wurde. Doch der größte Killer der Meere kam in diesem Film nicht vor – der Mensch. Darüber kann man geteilter Meinung sein. Aber dieser Film ist ein Projekt mit sehr großer Publikumswirkung und genau deswegen sollte er auch die Chance nutzen, vielen Menschen die Gefahren die den Weltmeeren durch uns drohen, vor Augen zu führen und dadurch ein Umdenken (wenigstens im Ansatz) zu unterstützen. Kein erhobener Zeigefinger, aber eben nicht nur heile (Unterwasser-) Welt. Diese Chance wurde vertan – schade.

Trotz dieser Kritik (die für mich etwas zu Walt-Disney-mäßige Filmmusik der Berliner Philharmoniker, lasse ich mal außen vor) halte ich Deep Blue für einen wirklich sehr empfehlenswerten Film und ich bin schon auf die DVD-Fassung gespannt, von der ich hoffe, daß eben sie die von mir vermißten Informationen bereithält.
Wen es interessiert, dem sei auch noch die Webseite von Deep Blue empfohlen – hier finden sich viele Infos zu dem Film und vor allem zu seinen Hauptdarstellern.

Tschööö,
Stefko
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Jau, das macht mein Tag :-)
Das »Lost in Translation« ein genialer Film ist, hat ja wohl mittlerweile jeder mitbekommen. Hier habe ich nun einen Audioschnippsel, von der Karaoke-Party. Einfach klasse, allein hierfür hat Bill Murray einen Golden Globe verdient und Scarlett Johansson hat im Original eine umwerfende Stimme :-)

lost_in_translation.jpg

Tschööö,
Stefko
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